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Nahverkehr auf Umwegen (3. Teil)

Zum 1. Teil, zum 2. Teil
Ich drückte meinen Körper noch näher an seinen, und tastete nach seiner Hose. Momentan war es da zu eng, um den Gürtel zu öffnen, also entschloss ich mich, beim Hemd zu beginnen.

Oops! Beinahe hätte ich mich an seiner Krawattenklammer gepiekt (wie konnte es auch anders sein bei einem IT-Menschen: Natürlich eine mit einem Nerdmotiv, einem roten Teufelchen). Seine Krawatte trug er gelockert, und die zwei obersten Knöpfe hatte er mittlerweile geöffnet.

Während er noch meine Pobacken ausgiebig bearbeitete, dabei sich gleichzeitig immer wieder mit seinen Lippen an meinem Hals zu schaffen machte (Rrrrr!), und simultan auch noch die Finger leicht zwischen meine Beine gleiten ließ, schaffte ich es, alle seine Hemdknöpfe zu öffnen, bis auf den untersten, weil sein Hemd noch in der Hose steckte.

Da ich dort nicht weiter kam, zerrte er selbst ungeduldig das Hemd vollends aus der Hose. Hinter den Knöpfen trat eine behaarte Brust zu Tage. Mit beiden Händen fasste ich nun unter das offene Hemd und fuhr ihm langsam und geschmeidig durch die Brustbehaarung, wobei er genüsslich ein Hohlkreuz machte und scharf Luft holte.

Dabei bemerkte ich wieder das Päckchen in seiner Brusttasche. Ich griff hinein – und musste kichern. Es war ein Dreierpäckchen Kondome – quietschegelb und mit dem Namen „Big Ben“. Das ließ ja schon mal hoffen, dass mich mein erster Eindruck im Zug nicht getäuscht hatte, aber trotzdem trug der Name nicht gerade zu meiner Ernsthaftigkeit in der Situation bei.

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Ich hielt ihm das Päckchen demonstrativ vor das Gesicht. „So so, ‚Big Ben‘, hm? Dann guggemer doch ämol, wie gut dein Glöbbel mei Glocke zum Klinge bringt!“ neckte ich ihn.

Er wirkte wie ertappt, und riss mir das Päckchen mit einem schnellen, fast schon groben Griff aus der Hand.

Etwas weniger selbstsicher als sonst antwortete er halblaut: „Ach, ’s isch gar nedd mal so sehr wega d’r Länge. Sonsch müsst’e ja irgendwelche XXL-Gummis kaufa. Aber normale Gommis sitzad bei m’r irgendwie unangenehm eng, des isch scho beim Drüberziaha ällaweil so a Drama.“

Max lief dabei leicht rot an. Er steckte die Packung nun in seine Hosentasche, zog sein Hemd ganz aus, und warf es zu Boden.

„Bassd scho“, schmunzelte ich, schmatzte ihm auf die Wange, und fuhr fort „Hasde etwa gedacht, ich hab‘ Angst vor gut bestückten Männern?“.

Er begann einen Satz mit „Also, ’s hadd scho Fraua gäbba, denne …“ – aber bevor er diesen zu Ende aussprechen konnte, hielt ich ihm schnell den Mund zu, und küsste ihn anschließend.

Er hielt mich einen Augenblick lang fest in seinen Armen. Dann machte er sich daran, mir mein Top über den Kopf zu ziehen. Dabei bückte er sich etwas, als ich es gerade vor dem Gesicht hatte, und verpasste meinen bereits erigierten Brustwarzen zwei schnelle Küsse. Unwillkürlich schnappte ich nach Luft, und war kurz davor, die Besinnung zu verlieren. Doch dann fing ich mich wieder, und warf das Top auf den Boden.

Hastig öffnete ich dann noch meinen Rock, an dem er auch schon seine Hände hatte – flink war er, das musste man ihm lassen – und zog ihn ebenfalls aus. Die Sandalen waren schnell abgestreift.

Jetzt fiel mir erst richtig auf, wie groß er doch eigentlich war. Durch meine nicht gerade flachen Sandalen waren wir die ganze Zeit praktisch auf Augenhöhe, aber nun musste ich etwas zu ihm aufschauen. Max grinste zu mir herab – und wäre ich nicht bereits nackt vor ihm gestanden, hätte er mich gerade mit seinen Blicken ausgezogen.

Meine Brüste hatten es ihm offenbar besonders angetan. Max‘ „festklebender“ Blick war ein nonverbales Kompliment und ließ mich spüren, dass meine schlanke Figur – mit ihren zwar nicht übermäßig großen, aber schön geformten und sehr sensitiven Brüsten – für ihn äußerst attraktiv war, ein Naturliebhaber im doppelten Sinne.

Ich nutzte das natürlich weidlich aus, drückte meine Brüste erst recht ostentativ nach vorne, und drehte meinen Oberkörper um einen kleinen Winkel langsam hin und her, um Max noch mehr Appetit zu machen, auf das, was ihn erwartete.

Am Begehren in seinen Augen und an seinem immer breiter werdenden Grinsen sah ich, dass mein Algorithmus wunderbar funktionierte.

Als nächstes war sein Gürtel dran, und Knopf sowie Reißverschluss seiner Hose. Ich schob sie noch etwas nach unten, Max erledigte den Rest, nahm dabei die Kondompackung wieder in die Hand, und zog auch Schuhe und Socken aus.

Unter seinen schwarzen, eng anliegenden Boxershorts zeichnete sich deutlich das ab, was ich wollte, auf das ich die ganze Zeit so begierig gewartet hatte.

Langsam fasste ich den Bund mit beiden Händen und schob die Shorts herunter. Sein bestes Stück ploppte heraus – ein ansehnliches, ordentliches Kaliber, so wie ich das mag.

Als ich sein herausragendes Merkmal behutsam mit der Hand packte, stöhnte Max auf. Er kniff die Augen leicht zusammen. Ich genoss, wie steif und fest es sich anfühlte, und ließ meine Hand daran vor- und zurückgleiten, was er mit einem „Ooooarh, du geils Ludr!“ quittierte.

Ich konnte es kaum erwarten, den strammen Max endlich tief in mir zu spüren.

„Los, bidde, besorch mer’s richdich!“, keuchte ich gierig in sein Ohr, mich eng an ihn schmiegend, und meinen Beckenbereich heftig an seiner Hüfte reibend, während ich nach wie vor sein bestes Stück in der Hand hielt und verwöhnte.

Max strich mir zuerst sanft über die Haare. Dann wurde sein Griff fester, und er verpasste meinem Kopf ein Drehmoment, das mich dazu brachte, ihn loszulassen, und mich um 180° um meine vertikale Körperachse zu drehen. Was hatte er vor? Er drückte meine Schulter ein Stück nach vorne, so dass ich mich leicht bücken musste, und mich an einem Ast, der in meiner Nähe hing, festhielt.

Einen erwartungsvollen Blick über meine Schulter werfend, sah ich, dass Max inzwischen eines der verpackten Kondome aus der Packung entnommen und die schützende Umhüllung aufgerissen hatte. Er ließ diese neben sich auf den Boden fallen, und zog sich das Kondom flott mit überraschender Geschicklichkeit über.

Dann wandte er sich wieder meinem nackten, zu allem bereiten Körper zu.

Er drückte meine Schulter nochmals leicht nach unten, um besser in mich eindringen zu können. Der erste Stoß ist immer etwas besonderes, und dieser war es auf ganz außergewöhnliche Weise. Überrascht hielt ich den Atem an. Ich liebe dieses ausgefüllte Gefühl. Ich liebe dieses abwechselnde Schieben und Ziehen. Aber dass der erste Stoß gleich zielgenau die richtigen Stellen erwischt, um mich halb um den Verstand zu bringen, ist selten.

Auch Max‘ weitere Stöße landeten exakt dort, wo sie den MAXimalen Effekt erzielten. Optimaler Wirkungsgrad – in jeder Hinsicht.

Nach wenigen Stößen war ich bereits mental so gut wie weggetreten. Ich konzentrierte mich nur noch auf die Empfindungen tief in meinem Körper.

Max hatte sich bisher an meinen Hüften festgehalten. Nun tastete er mit beiden Händen zuerst nach oben, dann nach vorn, und griff schließlich mit jeder Hand jeweils eine meiner Brüste. (Mist, und ich dachte, ich hätte meinen Schwachpunkt vorhin noch nicht so deutlich offenbart.) Er schob die Hände langsam und mit leichtem Druck abwechselnd ein Stück nach oben und nach unten. Das machte mich dann vollends kirre.

Einerseits diese tiefen, rhythmischen Stöße, die meinen gesamten Unterleib erschütterten, andererseits seine Liebkosungen an meinen Brüsten, trieben meine Erregung immer weiter empor. Immer öfter entfuhr mir ein unwillkürliches Stöhnen. Mein gesamter Körper lebte nur noch für diese Lust, für diese einzigartige, unermessliche Lust, die mir den Verstand aus dem Kopf trieb und mich als sein willenloses Spielzeug zurückließ, das nur noch ein Ziel hatte: „Mehr!“

Unerwartet früh für ein erstes gemeinsames Mal kam es mir, und sogar überraschend heftig für diese eher ungünstige Stellung. Ich krallte mich fester in das Holz des Baumes, um nicht noch unter seinen Stößen das Gleichgewicht zu verlieren. Ich schloss die Augen, und sank danach erschöpft etwas in mich zusammen, während Max seine Stöße kurzzeitig sanfter und langsamer werden ließ. Er hatte wohl bemerkt, was er gerade in mir ausgelöst hatte.

Schon wieder begann meine Erregungskurve anzusteigen.

Max war sich dessen offenbar bewusst, denn er stieß wieder zunehmend heftig in mich hinein.

Ich gab mich ganz diesem wundervollen Gefühl hin. Mit Max hatte ich wirklich einen guten Treffer gelandet. Wer hätte gedacht, dass sich im Zug hinter dieser Zeitschrift so ein verdammt guter Liebhaber verbarg!

Genießend mit geschlossenen Augen nahm ich die Stoßimpulse wieder in mich auf. Meinen Kopf hatte ich etwas auf meinem Arm abgestützt, und hing mehr an dem Ast, als richtig fest auf dem Boden zu stehen.

Max gab tiefe, wollüstige Laute von sich, die belegten, dass ihm unsere Interaktionen genauso gut gefielen wie mir.

Während ich einfach nur genoss, begannen plötzlich meine Beine zu zittern, teils aufgrund der Erregung, teils wegen der Hitze und Anstrengung (ich stand leicht auf den Zehenspitzen, um den Eindringwinkel zu optimieren).

Er muss das bemerkt haben, denn er bremste seinen aktuellen Stoß abrupt ab, hielt besorgt inne, und umschlang meinen Oberkörper mit seinen Armen, eine Hand auf meinem Bauch, die andere mittig knapp oberhalb meiner Brüste, als hätte er eine Vorahnung.

„He, isch älles OK bei dir?“, fragte er besorgt.
„Mir .. is .. schwindlich“, brachte ich gerade noch hervor. Dann wurde mir schwarz vor den Augen.

Fortsetzung folgt.

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Nahverkehr auf Umwegen (2. Teil)

Zum 1. Teil

Kurze Zeit später quäkte eine Durchsage durch den Lautsprecher: „Sehr geehrte Fahrgäste, auf dem vor uns befindlichen Streckenabschnitt befindet sich ein liegengebliebener Zug. Unsere Weiterfahrt verzögert sich daher auf unbestimmte Zeit. Die Türen sind wieder freigegeben, wer will, kann aussteigen, sich die Beine vertreten oder eine rauchen gehen. Wer aussteigt, bleibt aber bitte auf dem Bahnsteig und achtet auf die Lautsprecherdurchsagen.“

Auch das noch!

Zwar hatte ich es mir hier inzwischen schon gemütlich gemacht, aber trotzdem war mir diese weitere Verzögerung nicht willkommen.

Auf jeden Fall würde es aber draußen nicht so heiß und stickig sein wie im Zug, also bemühten wir uns, unsere Kleidung notdürftig zurechtzurücken, nahmen unser Gepäck, und gingen auf den Bahnsteig hinaus.

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„Das Kuhkaff kenn‘ ich.“, murmelte Max, „Gleich hinterm Bahnhof gibt’s a schaddigs Wäldle. Magsch midkomma?“

Ich überlegte. Das war natürliche eine angenehme Alternative zu diesem stickigen Zug, der sich ohne Kühlung durch den Fahrtwind noch weiter aufheizen würde.

Mir gefiel sein leichter Dialekt. „Mal schauen, ob er meinen auch mag“, dachte ich, und beschloss, mich nicht mehr ganz so sehr um lupenreines Hochdeutsch zu bemühen, wenn ich mit ihm sprach.

„Einverstanne!“, antwortete ich kurz, und fügte hinzu: „Was machemer mit mei Dasche und dein Ruggsagg?“

Sein drolliges Grinsen, kaum dass ich den Mund aufgemacht hatte, zeigte mir, dass mein Dialekt wohl seinen Geschmack getroffen hatte, und bevor er antwortete, küsste er mich noch mal.

Aber wir mussten jetzt erst einmal sehen, wie wir weiter kamen.

„Siehsch des flache graue Teil da hinten rechts, kurz nacham Bahnsteigende, des aussieht, als hätt‘ man so a orangschene Streusandkischd mit Beton übergosse‘?“

Da hinten war so ein kleines flaches Häuschen. Es war wirklich nicht viel höher als eine Streusandkiste, nur im Vergleich zu dieser etwas in die Länge gezogen. Aber ich wusste nicht so recht, worauf er hinaus wollte.

„Häh?“

„Des isch a alter Splitterschutzbunker für Rangierer“,, erklärte er, „noch aus’m Zweite‘ Weltkrieg. Da hen die sich bei de Luftangriff‘ drin verschteckt. In den guckt so schnell keiner nei.“ Er grinste. „Oder meinschd, der dridde Weltkrieg bricht demnächst aus?“

„Nä, aber woher weißt du des?“, staunte ich beeindruckt.

„Schwülwarme Sommernächt‘, in denne ma‘ kaum einschlafe‘ kann, und diverse Folge‘ von ‘Eisenbahn-Romantik‘ auf YouTube.“ Frotzelnd – und wieder mit hochgezogener Augenbraue – fügte er noch auf Beinahe-Hochdeutsch hinzu: „Willst Du *wirklich* die Details wissen, oder schau mer, dass mer unser Gepäck loswerdat?“

Irgendwie zögerte ich noch, so dass er nochmals nachhakte: „Wie sieht’s aus, kommst du?“

„Das werden wir seh’n“, antwortete ich augenzwinkernd, „ich hoff‘ doch.“

Er verdrehte kurz die Augen.

Wir tranken schnell einen Schluck aus unseren mitgebrachten Getränken. Ich hatte stilles Wasser dabei, er ein Spezi. Ich verstaute dann mein Notebook zusätzlich in der Reisetasche, während Max seine Anzugjacke achtlos in seinen Rucksack stopfte. Er nestelte noch kurz an einer kleineren Tasche seines Rucksacks herum, aber ich konnte nicht genau sehen, was er tat – nur, dass er sich irgendetwas kompaktes in die Brusttasche seines Hemds steckte. Zum Glück keine Zigarettenschachtel – das hätte mein Interesse an ihm schlagartig auf unter Null reduziert. Aber das hätte ich wohl vorhin schon am Geschmack seiner Küsse gemerkt.

Falls er von sich aus daran dachte, Kondome einzupacken, gäbe das schon wieder einen Pluspunkt. Für alle Fälle hatte ich ja immer ein paar in meiner Handtasche, aber besser zu viele, als zu wenige.

Dann machten wir uns auf den Weg.

Am Bahnsteig standen bereits etliche Reisende, die ihrer Nikotinsucht frönten, gehüllt in eklige Rauchschwaden.

Max nahm mich an der Hand und bahnte uns den Weg in Richtung des Splitterschutzbunkers. Uns kam zugute, dass alle in die letzte Fahrtrichtung des Zuges schauten, wo sich in einiger Entfernung eine graugelbe Rauchsäule erhob. Aus der gleichen Richtung und auch vom Dach eines nahen Gebäudes waren abgehackte Sirenenklänge zu hören.

Er ging voran, deutete mit dem Daumen über seine Schulter in Richtung der anderen Fahrgäste und der Rauchsäule, und meinte: „Liegengebliebener Zug, von wääga. Des Vehikel da vorne brennt, sonsch wär hier nedd so ein Bohei.“

Da er ein ziemliches Tempo drauf hatte, konnte ich mit meiner schweren Tasche kaum Schritt halten, so dass er mir anbot, sie mir abzunehmen. Großzügig ließ ich ihn gewähren.

Wie auf Bestellung fuhren die ersten Feuerwehrfahrzeuge am Bahnhof vorbei, als wir uns am Bahnsteigende um die Absperrung in Richtung Bunker mogelten. Die Meute war ausreichend abgelenkt und ignorierte uns.

„Siehsch, bloß d‘ Feuerwehr. Koi dritter Weltkrieg, koi Fliegeralarm. Der hätt‘ sich andersch angehört. Und frag‘ bitte nicht schon wieder, woher ich des weiß.“, frotzelte Max.

Na, da hatte ich mir ja jemanden geangelt! Seine Flachwitze und meine Doppeldeutigkeiten, das kann ja nur was werden! Diesmal verdrehte *ich* amüsiert die Augen.

Unbeobachtet verstauten wir unser Gepäck. Max versicherte mir, auch mein Notebook sei dort sicher. Nur meine Handtasche behielt ich lieber doch bei mir und die Flasche Wasser war wohl auch notwendig.

Höchstgradig illegal huschten wir über die Gleise. Nun mussten wir den Bahndamm und eine kleine Böschung hinunterklettern. Max ging voran, aber ich kam mit den Keilabsätzen meiner Sandalen ins Rutschen. Er konnte mich gerade noch auffangen.

„Dir isses ja wirklich dringend!“, meinte ich lachend, als ich eng an ihn geschmiegt mein Gleichgewicht wiederfand.

„Des said d‘ Richtiga!“, lachte er, und fuhr fort: „Wer von uns zwoi hat denn nix drunter? Ernschdhaft, Mädle, läufsch Du ällaweil so rum? Kannsch froh sei, dass ich a Schwäche für Fraua han, die da erschda Schridd machad, ond dass da mir so gut g’fellsch, sonsch hätt’s me mehr abgschreckd als hoiß g’machd.“

Er schien es nicht ganz ernst zu meinen, doch ein bisschen schaute er auch besorgt. Ob er wohl verunsichert war, auf wen er sich da eingelassen hatte? Wenn er nicht vorhin im Zug hätte durchblicken lassen, dass er schon längere Zeit Single ist, hätte ich ihm in dem Moment glatt den treusorgenden Familienvater und ernsthaft besorgten Papa abgenommen.

Ich verdrehte die Augen. Er selbst war mit Krawatte und hochgeschlossenem Hemd im Zug gesessen – dass ich mich nur wettergerecht gekleidet hatte, kam ihm scheinbar nicht in den Sinn.

„Es ist Hochsommer! Mir war so furchtbar, furchtbar heiß …“, säuselte ich, „… und mit dir neben mir isses auch nicht leichter geworden. Ganz im Gegenteil, …“

Ich zwinkerte ihm vielsagend lächelnd zu, und ergänzte noch: „… da war ich fast schon einer Ohnmacht nah.“

Er zog wieder die Augenbraue hoch und blieb diesmal im Hochdeutschen, als er mit betonter Strenge sagte: „Das wäre also Deine Taktik gewesen, wenn die Beinberührung nicht bei mir gezogen hätte? Darauf zu hoffen, dass ich zur Mund-zu-Mund-Beatmung schreite? Du bist schon ein bisschen verdorben, kann das sein, hmm?“ Zum Glück sah ich an seinem Gesichtsausdruck, dass er das nun eindeutig nicht mehr ernst meinen konnte. Und er zog mich dabei wieder fest an sich heran. Es schien ihn also schon ein wenig anzuschärfen, nicht das brave Mädchen vom Lande vor sich zu haben. Seine untere Körperregion sprach in der Hinsicht Bände.

„Was hältst du von mir!“, tat ich entrüstet, drückte mich spielerisch ein Stück von ihm weg, und meinte „Ich gebe dir mein Wort, im Zug habe ich noch nie jemanden verführt! Mir war heute wirklich nur heiß!“

Es entsprach ja auch der Wahrheit – im Zug war ich bisher noch nie auf’s Ganze gegangen (schließlich war ich eher selten mit der Bahn unterwegs). Und von den anderen Gelegenheiten musste er erst recht nichts wissen …

„Na, dann hätt‘ mer des ja jetzt auch geklärt.“, meinte er mit dem drolligen Grinsen, an dem ich in so kurzer Zeit schon so viel Gefallen gefunden hatte, nahm mich an der linken Hand, und lief mit mir einen Feldweg entlang.

Nach kurzer Zeit meinte er „Sodele, da hinten isch eine schöne, ruhige Lichtung. Mir missad bloß noch ein Stückle durch den Wald.“

Also gingen wir weiter einen schmalen Pfad entlang. Er hatte mittlerweile trotz der Hitze den Arm um mich gelegt, aber hier war es schattiger, und auszuhalten.

Ich tastete mich vorsichtig von seinem Hosenbund weiter nach unten zu seiner Gesäßbacke, um leicht daran herumzudrücken. Er revanchierte sich, und tätschelte seinerseits an meinem Po herum. Zwischendurch blieben wir immer wieder stehen, um Küsse auszutauschen.

Ich hatte überhaupt nicht mehr auf den Weg geachtet, als Max mich zur Seite zog, wo ein breiter Graben verlief.

„Da müssen wir drüber.“ Und in seinem niedlichen Schwäbisch, auf das ich inzwischen schon fast süchtig war, fragte er nach: „Schaffsch des alloi?“

„Ich glaub‘ ned. Hilfst du mir?“

Eigentlich hätte ich erwartet, dass er mir die Hand gibt, um den Schwung, den ich nehmen müsste, zu steuern und abzusichern. Stattdessen packte er mich, und warf mich wie einen Mehlsack über seine linke Schulter. So unvorbereitet konnte ich nicht verhindern, dass mir ein überraschtes Quietschen entfuhr.

Er machte einen großen Schritt über den Graben, und setzte mich erst nach ein paar weiteren Schritten ab.

Nach der ersten Überraschung wollte ich protestierten, denn das war unbequem gewesen, und mein Rock war bei der Aktion hochgerutscht.

Aber er erstickte meine Worte mit einem Kuss, nahm dann meine nackten Pobacken in die Hände, drückte sie, zog mich näher an sich, und gab dabei ein genießerisches, langes „mmmmmmmh“ von sich.

Fortsetzung folgt.

 

Nahverkehr auf Umwegen (1. Teil)

Na toll!

Eigentlich wollte ich nur noch heim. Die Präsentation beim Kunden war anstrengend gewesen. Zum Glück hatte ich außer meinem Notebook nur das Notwendigste dabei.

Die Sonne schien heiß an jenem Spätnachmittag im Sommer 2008, als ich am Hauptbahnhof in S. stand, und meinen Zug nach N. suchte.

Da kam eine Durchsage, dass mein ICE was-weiß-ich-warum ausfiele. Der Zug, der als Alternative genannt wurde, würde erst in über einer Stunde fahren.

Auf der elektronischen Abfahrtstafel sah ich, dass die nächste Verbindung in meine Richtung irgend so ein Bummelzug über eine bedeutungslose Nebenstrecke war, die mir gar nichts sagte. Aber auch dieser Zug war noch nicht am Gleis.

Also hatte ich noch ein paar Minuten Zeit, so dass ich auf der Toilette erst mal das Businesskostüm auszog. Unterwäsche und Strümpfe klebten fast an der Haut. Darauf verzichtete ich, und zog ein bequemes Top (eigentlich ein ganz durchschnittlich langes und normal ausgeschnittenes Top – bei den meisten Frauen würde es Einblick ins Dekolleté zulassen, während es bei mir einen gelegentlichen Blick auf meinen Nabel gewährte), und einen kurzen Jeansrock an. Die Pumps ersetzte ich durch bequeme Sandalen.

Nun machte ich mich auf den Weg zum angegebenen Gleis. Inzwischen war ich schon etwas knapp in der Zeit. Der Zug war bereits gut gefüllt, so dass ich die Hoffnung auf einen Platz für mich alleine aufgeben musste.

Dann wollte ich wenigstens einen Platz auf der Schattenseite, denn dieser Zug schien nicht klimatisiert und war bereits stark aufgeheizt.

Es war – wie gesagt – Spätnachmittag. Ich wollte mehr oder weniger nach Osten. Das heißt, der Zug müsste die Sonne während der Fahrt eher von hinten haben, vielleicht mit einer kleinen Komponente von rechts. Da ich wusste, in welche Richtung der Zug fahren würde, suchte ich einen freien Platz auf der linken Seite.

Davon gab es nur einen. Daneben ein Mann, vermutlich etwas älter als ich, der vertieft in einer Computerzeitschrift las.

Ich fragte ihn, ob der Platz neben ihm noch frei sei.

Er gab ein freundliches „Aber natürlich!“ von sich, räumte, ohne mich des geringsten Blickes zu würdigen, den Rucksack auf den Boden, und beachtete mich nicht weiter.

Ich machte es mir so weit wie möglich bequem. Die Reisetasche hatte ich zwar im Gepäckfach verstaut, aber für das Notebook war kein Platz mehr. Leider war der Akku inzwischen fast leer, so dass ich davon absah, es in Betrieb zu nehmen.

So saß ich dann da, mit der Notebooktasche auf dem Schoß. Die Beine konnte ich nicht ausstrecken, weil die Sitze vor mir kaum Beinfreiheit ließen. Da mein Sitznachbar allem Anschein nach auch nicht gerade klein geraten war, und nun noch seinen Rucksack zwischen den Füßen hatte, saß er recht breitbeinig da. So blieb mir gar nichts anderes übrig, als mich schräg hinzusetzen.

Trotz meiner verdrehten Sitzposition zum Gang hin sah ich, dass er in seiner Zeitschrift gerade einen sehr interessanten Artikel las, den ich mir selbst gerne angesehen hätte. Ich ärgerte mich, dass ich nicht daran gedacht hatte, mir selbst in der Bahnhofsbuchhandlung die Zeitschrift zu kaufen, und begann, die Zeitschrift meines Nachbarn mitzulesen (was, bedingt durch die Sitzhaltung, auf Dauer immer unbequemer wurde).

Als er umblätterte, war ich noch nicht ganz mit der Seite fertig. Ich zögerte kurz, bat ihn aber dann, noch einmal zurückzublättern.

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Zum ersten Mal sah er mich an. Braune Haare, braune Augen, und ein offenes, sympathisches Gesicht. „Nanu, eine so hübsche Frau mit IT-Interesse. Die Kombination isch selten.“

Ich lachte. Solche Sprüche kannte ich zu genüge. Trotz seiner Anzugjacke, die neben dem Fenster hing, unterdrückte ich eine anzügliche Bemerkung, und erwiderte nur: „Interesse ist der falsche Ausdruck“. Ich zwinkerte ihm ermunternd zu, und fuhr fort: „Ich mache das beruflich.“

„Ich hatte Sie eigentlich für eine Studentin gehalten“, meinte er.

„Nein, ich habe mich selbständig gemacht, und bin auf dem Heimweg von einem Kunden.“

Er stellte sich als Max vor, und erzählte, dass er gleichfalls IT-Professional sei, und hier in der Region arbeitete. So kamen wir ins Gespräch, und unterhielten uns recht anregend. Wenigstens hatte ich nun einen angenehmen Gesprächspartner für die Zugfahrt.

Ich saß schon sehr unbequem, und als ich versuchte, mich in eine bequemere Sitzstellung zu drehen, ließ es sich nicht vermeiden, dass mein nackter Oberschenkel sich gegen sein langes, in einer Anzughose steckendes Bein drückte.

Entschuldigend lächelte ich ihm zu.

Er grinste und meinte verschmitzt: „Mmmh, steht da jemand auf Körperkontakt?“

Ich musste lachen, und antwortete leicht anzüglich: „Tja, ‚Stehen‘ ist ein gutes Stichwort.“

Er hob die Augenbraue wie weiland Mr. Spock (uhh, darauf fahre ich total ab!). Das ermutigte mich, mit meinem Bein noch etwas fester gegen seines zu drücken.
Die erwünschte Reaktion blieb nicht aus: Mit verschmitztem Grinsen legte er seine Hand auf meinen Oberschenkel. Fest und doch zärtlich.

Als ich keine Anstalten machte, mein Bein zurückzuziehen, sondern ihm stattdessen direkt und herausfordernd in die Augen schaute, drehte er sich weiter zu mir, fasste mit einer Hand meine Schulter und zog mich näher in seine Richtung.

Wir hielten Blickkontakt, bis er mich küsste, und ich unwillkürlich die Augen schloss. Die Pheromone in seinem leichten Schweißgeruch verursachten ein kleines Schwindelgefühl bei mir (dazu trug bestimmt auch die Hitze bei).

Sein Kuss wurde fordernder. Mit seiner Zunge erforschte er mich intraoral, so dass ich nur noch den einen Gedanken hatte: „Ich will mehr!“

Innerlich verfluchte ich es, dass uns das vollbesetzte Zugabteil die Möglichkeit verwehrte, uns sofort auszuziehen, und übereinander herzufallen.

Vorsichtig tastete ich mit einer Hand nach dem Reißverschluss seiner Hose, unter dem bereits eine beachtliche Schwellung vorhanden war.

Er ließ mich los, aber nur um seinen Rucksack so über seinem Schoß zu platzieren, dass man von außen nicht erkennen konnte, was ich da machte.

Auf meinem Schoß erfüllte die Notebooktasche diese Funktion.

Während wir uns so gegenseitig ertasteten, zuckelte der Zug gemütlich von Dorf zu Dorf. Ansage, Bremsen, Tür auf, Tür zu, und wieder weiter. Der Weg war das Ziel – für den Zug wie für uns.

Doch an einer winzigen Bahnstation, mitten im Nirgendwo – in Reiseführern wird so etwas meist „landschaftlich reizvolle Gegend“ genannt – fuhr er nach dem Schließen der Türen nicht wieder an.

Fortsetzung folgt.