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Quark-Hexalogie: Truth (Top)

Wir liegen nebeneinander und schauen uns an.
Du streichst über meine Hüften, ziehst mich eng an dich.
Ich ziehe mein Bein hoch, um mich weit zu öffnen.
Du dringst ein.

Zunehmend heftig schwingen unsere Becken gegenphasig.
Ich spüre dich fest in mir, genieße deine Härte.
Ich schließe die Augen, fühle dich tief in meinem Innersten.

Schneller.
Fester.
Härter.
Tiefer.

Ich komme.

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Quark-Hexalogie: Beauty (Bottom)

Sanfte, gleichmäßige Stöße.
Eindringlich von hinten.

Wir liegen hintereinander, zusammengekuschelt.
Du greifst nach meinen Brüsten.

Deine Stöße werden fester und heftiger.
Ich taste nach hinten, spüre deine warme Haut. Ich höre deinen Atem, fühle deine Erregung in mir.

Mit geschlossenen Augen genieße ich. Die Lust wächst.

Du ergießt dich in mich.
Ich komme.

Quark-Hexalogie: Charm

Du hast mich gegen die Wand gedrückt.
Keine Chance, zu entweichen.

Du streichst mit einer Hand meine Seite entlang, raffst den Rock nach oben.
Hast es eilig einzudringen.
Wirst ungeduldig, bis du alle Hindernisse überwunden hast.

Endlich steht nur noch dein Freudenspender,
aber nichts mehr zwischen uns.

Hart nagelst du mich gegen die Wand.

Meine Sinne schwinden halb.
Ich bin nur noch Lust und Hingabe.

Ich komme.

Quark-Hexalogie: Strange

Auf allen Vieren und mit verbundenen Augen warte ich nackt auf dich.
Einladend lasse ich mein ausladendes Hinterteil harmonisch schwingen.

Du streichst mit beiden Händen über meine Backen, bevor du eindringst.
Deine horizontalen Stöße berühren mich im Innersten.
Vertraut, und doch jedesmal neu und fremd.

Ich atme laut stöhnend.
Du knetest erst meine Backen, beugst dich dann nach vorne, um meine Brüste zu erreichen.

Schon zerreißt es mich innerlich, als ich dich immer tiefer in mir spüre.

Ich komme.

Quark-Hexalogie: Up

Gleich einem Normalenvektor strebt dein Glücksbringer empor, als du entspannt auf dem Rücken liegst.

Auf allen Vieren krabble ich von deinen Füßen her über dich.
Über deiner Mitte mache ich halt, lasse mich auf dich nieder.
Ich beuge mich hinunter zu dir und küsse dich.
Als ich dich in mich einverleibe, dich eingliedere, rutscht du glitschig in meine Enge.

Ich stütze meine Hände neben deinen Schultern ab.
Rhythmisch beschleunige ich meinen Schwerpunkt mit der Kraft meiner Schenkeln nach oben, und lasse mein Becken wieder auf dich hinunter plumpsen.

Du hebst beide Hände und fasst meine Brüste.
Ich schließe die Augen, konzentriere mich auf meine periodische Bewegung.
Wie tief und voluminös du in mir bist!

Und auf deine Hände, die meine Brüste kneten, die Warzen zwirbeln.
Ich kreise langsam mit meinen Hüften über dir. Genuss.

Wieder bewege ich mich entlang der Stange auf und ab.
Ich werde schneller. Erhöhe den Hub.

Ich spüre dich.
Tief.
In mir.

Ich komme.

Quark-Hexalogie: Down

Meine Augen sind geschlossen.
Schwer liegst du auf mir, hältst mich fest. Überwältigend.
Mein Widerstand erlahmt.

Mit einer Hand streichst du über meine Brüste, folgst meiner hyperbolisch-konkaven Silhouette über Taille und Hüften nach unten.

Ich nehme dich in mir auf.
Du bist in mir.
Tief.

Du ahnst, dass ich es hart brauche.
Fest stößt du in mich hinunter. Ich zucke.
Du nimmst mir den Atem.
Ich spüre dein Begehren, fühle deine Lust, gebe mich deiner Leidenschaft hin.
Du lässt nicht nach. Stößt noch härter und fester.
Schneller.

Ich schlinge meine Beine eng um dich.
Ich spüre dich. Erfüllend. Hart und fordernd in meinem Innersten.
Nimm mich!

Ich komme.

Kleines Zwischenspiel

Mein Körper wand sich unter seinen Stößen. Zitterte. Bäumte sich auf.

Ich schloss die Augen und gab mich ganz den Empfindungen tief in meinem Leib hin.

Unkontrolliert zuckten meine Beine, ohne dass ich das verhindern konnte. Ohne dass ich es verhindern wollte.

Immer fester und schneller stieß er tief in mich hinein. Ich genoss es, wie gut er mich ausfüllte.

Der Höhepunkt war überwältigend.

Erfüllung

Spürst du meinen Körper unter dir zucken? Wie er sich aufbäumt? Wie sich dir mein Becken bei jedem Stoß entgegendrängt?
Voller Hingabe nehme ich dich in meinen Schoß auf. Umfasse dich vollständig. Leicht ziehen sich meine Muskeln rhythmisch zusammen, wenn du in mir bist.
Du stößt und stöhnst dabei. Dringst ein, und ziehst dich wieder zurück.
Tief, sehr tief. Du füllst mich aus, erfüllst mich und erfühlst mich.

Unser gemeinsames Paradies ist zwischen meinen Schenkeln.

Nahverkehr auf Umwegen (7. Teil)

Zum 1., 2., 3. , 4. , 5. und 6. Teil

Hand in Hand gingen wir hintereinander durch einen Großraumwaggon, in dem schon deutlich mehr Platz war, als in unserem heute Mittag.

Aber Max zog mich sanft weiter. Er hatte wohl etwas vor. Und in der Tat, wir fanden einen Waggon – er musste Max wohl bei der Einfahrt aufgefallen sein – in dem nichts los war. Gar nichts! Wir hatten also ein Abteil ganz für uns allein! Und hoffentlich auch ungestört.
Wir legten unser Gepäck einfach auf den freien Sitzen ab, und setzten uns einander gegenüber ans Fenster.

Der Abstand zwischen den gegenüberliegenden Sitzen war geringer als die Summe unserer Oberschenkellängen, so dass wir einander mit den Knien in die Quere kamen. Das störte uns allerdings nicht im Geringsten, und wir machten uns eine Weile einen Spaß daraus, jeweils ein Knie des anderen mit den eigenen Beinen zu drücken, während wir uns provozierende, grinsende Blicke zuwarfen, wer denn jetzt gerade kräftiger drückt.

Max beugte sich nach vorn und legte seine Hand zärtlich auf mein nacktes Knie.

Bei Verständnisschwierigkeiten mit Max‘ oder Anne’s Dialekt: Einfach den Mauszeiger länger über die entsprechende Textpassage halten.
(Nutzer von Touch-Devices: Bitte in den Kommentaren schreiben, was ihr nicht versteht.)

Ich blickte ihm direkt in die Augen und meinte herausfordernd: „Des is obber nur die Beriferie. Findesde ah den Zendralbrozessor?“
Er lachte: „Ha no, da Haubdschaldr hanne ja wohl scho gfonda!“, und ließ seine flache Hand weiter an die Innenseite meiner Schenkel entlanggleiten. Während seine Finger ihren Weg immer weiter unter meinen Rock fanden, wuchs meine Lust unaufhörlich, noch einmal mit ihm hier im Zug den Nahverkehr ganz wörtlich zu nehmen.

Wie doof nur, dass wir keine passenden Kondome mehr hatten. Verdammt! Ich sollte mich besser zusammenreißen. Andererseits läuft mir so ein Prachtexemplar im doppelten Sinn schließlich nicht jeden Tag über den Weg.

Ich drehte meine Beine also ein Stück zur Seite, um mein IO-System etwas außer Reichweite seiner Messfühler zu bringen.
Dann griff ich nach unten, zog eine meiner Sandalen aus und legte den Fuß auf seinen Schoß. Ich musste das Bein fast etwas zu sehr strecken, deshalb rutschte ich mit dem Gesäß so weit auf dem Sitz vor, wie möglich.

Mit den Zehen begann ich über seinen Schritt zu krabbeln. Max lehnte sich zurück, atmete tief ein, und schloss genießerisch seine Augen.
Als ich meinen Fuß wiederholt auf und ab gleiten ließ, bemerkte ich an einem bebenden Zucken, dass sein bestes Stück offenbar schon wieder sehnsüchtig auf seinen nächsten Einsatz wartete.

„Mädle, Du schbialsch middam Feir…“, stöhnte Max.

Er fing an, in seinem Rucksack auf dem Sitz neben ihm nach etwas zu tasten, und meinte „Warddamole, do hanna misst doch eigendlich no …“, während ich ihn weiter mit meinem Fuß provozierte.
„Do, des war a mol a Werbegschengle von ra Eiti-Sichrheidsfirma! ‚Dr ix-el-Schuddz fir Ihra eiti!‘ S isch zwar koi Big Ben, sondrn a weng greeßr, abr so ogfähr kennds scho au bassa. Als Reservefallschirm emmr no bessr wia niggs. Ond abglaufa ischs au no edd.“

Genau in diesem Moment wurde die Abteiltür aufgerissen, und der Ruf „NochzugeschtiegndieFaaahrscheinebidde!“ erschallte.

Schnell zog ich meinen Fuß wieder zu mir zurück. Max hatte das Kondom zum Glück so in der Hand, dass die Kontrolleuse – eine kleine, dralle Person – es beim Hereinkommen nicht sehen konnte, und ließ es unauffällig zurück in den Rucksack fallen.

Wir kramten beide nach unseren Fahrkarten. Aus dem Augenwinkel sah ich, dass die Kontrolleuse dabei unentwegt auf Max‘ ausgebeulten Hosenstall starrte. Anscheinend hatten wir ihr gerade ein schönes Kopfkino beschert. Schließlich fand ich meine Fahrkarte, und reichte sie ihr. Das schien sie wieder auf den Boden der Tatsachen zurückzuholen. Max brauchte etwas länger – ihn hatte ihr Blick wohl etwas aus dem Konzept gebracht – aber auch er hatte seinen Fahrschein schließlich gefunden.

Sie betrachtete unsere Fahrkarten gründlich, und meinte, als sie sie abknipste,
„Ah, noch zwei Opfer der Streckensperrung.“ (Offenbar hatte sie bemerkt, dass diese eigentlich für einen viel früheren Zug gelöst wurden).
„Dann trotz der Verspätung noch eine gute Weiterfahrt!“ wünschte sie uns, bevor sie weiterging, um ihren Kontrollgang fortzusetzen.

Wir warteten sicherheitshalber noch wenige Minuten, bis sie wieder auf ihrem Rückweg an uns vorbeikam. Als wir die Verbindungstür zum nächsten Wagen sich öffnen und wieder schließen hörten, kannten wir allerdings kein Halten mehr.

Max zog das Kondom erneut aus der Rucksacktasche. Ich beugte mich zu ihm hinüber, und öffnete ihm die Hose. Er riss die Schutzfolie des Kondoms auf, und streifte sich dieses über. Leider saß es nicht so gut wie die Big Bens. Folglich würden wir besonders aufpassen müssen, dass es nicht versehentlich abrutschte.

Ich stand ebenfalls auf, drehte mich um, und setzte mich dann – ihn einverleibend – auf seinen Schoß.
Hoppe-Reiter-mäßig bewegte ich mich auf und ab. Max hatte schon wieder die Hände unter meinem Top. Ich stöhnte laut und lustvoll auf, als seine geschickten Hände ihr Werk taten.

Es war uns egal, dass jeder, der an unserem Abteil vorbeigekommen wäre, unfreiwillig Zuschauer unseres wilden Treibens geworden wäre. Im Gegenteil, insgeheim reizte mich die Vorstellung, dass fremde Augen uns lüstern beobachten könnten.

Nach kurzer Zeit sah ich ein, dass dieses Schoßhopping aufgrund des ungünstigen Eindringwinkels nicht zielführend war (auch wenn es Max spürbar anschärfte), und außerdem wollte ich doch noch ein bisschen ausnutzen, dass er zu den besser bestückten Kerlen gehörte, bevor ich aufgrund meiner sensitiven Brüste schon wieder willenlos würde.

Ich löste mich von ihm – vorsichtig darauf bedacht, nicht versehentlich das Kondom mit herunterzuziehen – aber nur, um mich auf einen der Sitze am Fenster zu knien. Mit den Händen hielt ich mich am Gitter der Gepäckablage über meinem Kopf fest.
Max stellte sich hinter mich, und ich sah nach hinten zu ihm. Der Anblick seines besten Stücks machte mich jedes Mal aufs neue an. Er griff nach seinem strammen Max und nestelte noch etwas am Kondom herum, um den Sitz zu korrigieren.

„Oh, mach endlich weider!“, stöhnte ich leise, als er mir den Rock nach oben klappte, und zuerst nur mit seinen Händen mein Gesäß umspielte, „besorch mer’s noch ämol! Du geiler Hengsd! Du wessdoch, dass mer nimmer viel Zeid gehomm!“

„Hey, a bissle aufgeila muss drin sei!“, lachte er, worauf mir nur ein ungeduldiges, fast schon gereiztes „Nä, bann ebbes *dinne* sei söll, dann *du* in *mir*! Los! Mach scho endlich! Schieb’en mir nei!“, entfuhr.

Der sollte mich nicht so zappeln lassen! Manchmal brauchen Männer eben klare Ansagen, Nerd hin oder her.

Bei unseren bisherigen Vergnügungen hatte er mich immer nur an der Hüfte oder an der Schulter gepackt, wenn er mich von hinten genommen hatte. Nun packte er mich mit einer Hand an den Haaren, und griff fest zu.

„Jaaaa, los! Nur kä Hemmunge! Gebs mer so richtich hadd!“ stöhnte ich, während ich endlich wieder einen Orgasmus auf mich zu rollen fühlte. Mein Körper bebte bereits bedenklich.

Dieses Mal würde er nicht so lange durchhalten wie vorhin, denn ich wollte es jetzt, und ich wollte es schnell. Ich zog alle Register. Beckenkreisen. Lautes Stöhnen. Muskulatureinsatz. Und ich hatte recht. Keine zwei Minuten später hatte ich ihn (und praktischerweise mich auch – ich hatte mich unvermeidlicherweise selbst mit heiß gemacht) so weit. Ich schaute ihm über meine Schulter zu, als er hilflos mit ansehen musste, wie er den vermutlich schnellsten Orgasmus seines Lebens verspürte, während mich die Erregungswelle meiner eigenen kleinen inneren Explosion durchflutete, ausgelöst vom heftigen Pulsieren seines Lustspenders in mir.

Max kollabierte regelrecht über mir, küsste mich sanft in den Nacken, während er meinen ganzen Oberkörper zu umklammern schien, und wir drehten uns gemeinsam auf den Sitz, auf dem ich bis eben noch kniete. So sehr ich das Gefühl auch genoß, ihn noch in mir zu spüren, mit diesem Kondom war es zu heikel.

Offenbar war Max dies wohl ebenso klar, denn er zog sich vorsichtig aus mir zurück, und hielt es dabei fest, sodass es nicht vorzeitig herunterrutschen konnte.
Dann streifte er es ab und warf es in den Abfallbehälter vor dem Fenster. Schließlich brachte er auch sich selbst wieder in einen jugendfrei vorzeigbaren Zustand.

Ich setzte mich anschließend auf den Platz neben ihn, um wenigstens noch etwas seine Nähe zu spüren, lehnte meinen Kopf gegen seine Schulter, und streichelte gedankenverloren an der Knopfreihe seines Hemds entlang.

So aneinandergeschmiegt verbrachten wir den nächsten Teil unserer gemeinsamen Fahrt wieder mit einem angenehmen Gespräch (Fachsimpeleien und Nerdwitze – zum Glück keine sentimental-romantische Gefühlsduselei), wie heute Mittag, als wir uns kennengelernt hatten.

In W. mussten wir beide in denselben IC umsteigen. Die Umstiegszeit war nicht gerade üppig, aber ausreichend. Bis auf ein bisschen mehr oder weniger unauffälliges gegenseitiges Aneinander-Herum-Gegrabsche verlief der Umstieg unspektakulär.

Der IC war jetzt am Abend zum Glück nicht sehr voll, und bei uns beiden hatte inzwischen die Müdigkeit eingesetzt. So hatten wir dieses Mal weniger Probleme, uns zu beherrschen, und beließen es bei etwas oberflächlicher Fummelei. Schließlich dämmerten wir nur noch aneinandergekuschelt gemeinsam vor uns hin.

„In wenigen Minuten erreichen wir F.“, riss mich die Lautsprecherdurchsage aus meinem Dösen, „Sie haben Anschluss nach …“
Sofort war ich hellwach. Dieser IC würde in F. halten. Der ICE, mit dem ich ursprünglich hätte fahren wollen, wäre bis nach N. durchgefahren. Wenn ich in F. aussteigen könnte, würde ich einige Zeit durch einen früheren Anschluss sparen.

Max rührte sich im Halbschlaf. Als ich von meinem Platz aufstand, öffnete er die Augen, und fragte: „Wasischnlos? Semmr scho en N.?“
„Nein, aber in F.“, antwortete ich kurz, „ich muss mich beeilen, um auszusteigen und meinen Anschluss zu erwischen.“
„Was? Wia? Hald, noi!“ Max wurde langsam wach, aber es war zu spät, um noch Kontaktdaten auszutauschen.

Etwas überstürzt packte ich meine Tasche, hauchte Max noch einen letzten Kuss auf die Wange (er war immer noch nicht wach genug, um wirklich zu realisieren, dass ich gerade ging), und machte mich auf den Weg zur nächsten Tür.

Der Zug fuhr bereits in den Bahnhof ein und bremste stark ab, so dass ich mich gut festhalten musste.
Nach einigen anderen Reisenden verließ ich den Zug.

Eine Weile später war ich endlich wieder zu Hause.
Dieser Nachmittag mit Max blieb mir unvergessen.

Schade, dass er so weit weg wohnte. Den Sex mit ihm gelegentlich (oder auch öfter) zu wiederholen, wäre schon verlockend gewesen.

Ende.

Nahverkehr auf Umwegen (6. Teil)

Zum 1., 2., 3. , 4. und 5. Teil

Ein wiederholtes Pfeifgeräusch aus der Ferne riss uns jäh aus unseren Gedanken.
„Oh!“, meinte Max (wohl insgeheim froh darüber, das Thema wechseln zu können).

Bei Verständnisschwierigkeiten mit Max‘ oder Anne’s Dialekt: Einfach den Mauszeiger länger über die entsprechende Textpassage halten.
(Nutzer von Touch-Devices: Bitte in den Kommentaren schreiben, was ihr nicht versteht.)

Ich fragte: „Wor des en Zuch?“, worauf Max antwortete: „Ich vermut‘ mal. Glaub kaum, dass hier a Auto oder LKW ’s Morsa aafängt.“

Verwundert fragte ich zurück: „Häh, Morsen?“
Er erklärte: „Ha no, Lang-Kurz-Lang. Des isch ein ‚K‘ in Morse-Code.“
„Ah, geh, du schbinnsd doch. Waröm solld en Zuch gemors?“, fragte ich zurück.

Aber Max beharrte darauf und fuhr fort: „Woisch, d‘ gleiche Tonsequenz hanne au schon beim Zuagfahra aus de Lautsprecher g’hört, bloß mit diaf-hoch-diaf schdatt lang-kurz-lang. Drnoch sieht ma meischdens da Schaffner zur näggschda Sprechstell‘ renna. Des ‚K‘ schdoht f’r ‚Kommen‘, däd i mol saga.“

Jetzt hatte er mir natürlich wieder eine Steilvorlage geliefert. Ich sang: „LAA – la – LAA“, schaute ihn betont herausfordernd lächelnd an, machte eine dramatische Pause und neckte ihn dann in meinen besten Berufsjargon: „Tja, bei dir scheint das Experiment fehlgeschlagen zu sein. Ich konnte deine Hypothese nicht verifizieren.“ Ich lächelte süffisant, und fügte noch hinzu: „Du bisd scho so en richdicher Dausendsassa. Jedz konnsde ah noch gemors!“

Max antwortete: „Ha noi, ned viel meh als SOS und so – manche Händis machad Dididit-Dahdah-Dididit wenna SMS kommd, des hod me neigierig gmachd, nau hanne mol guugld, was‘ sonschd no fir gengige Abkirzonga mid Morse geid.“ Er zuckte mit den Schultern. „I merk‘ mir so an Scheiß halt. Meischdens sogar, ohne dass i’s mir merka will.“

Okay. Wenn vorhin noch irgendwelche Restzweifel bestanden haben sollten, dass Max ein Nerd ist, dann waren sie hiermit ausgeräumt.

Wir zogen uns beide wieder an, und packten unsere Sachen zusammen.

Max war so umsichtig, den von uns produzierten Abfall aufzusammeln, nur wusste er scheinbar nicht so recht, wohin damit. Zum Glück fand sich in meiner Handtasche noch eine zerknüllte kleine Plastiktüte, in der ich ursprünglich einen kleinen Imbiss eingepackt hatte. Ich gab sie ihm, er steckte unseren Abfall hinein, und verstaute sie anschließend in seiner Hosentasche.

Wir tranken noch abwechselnd meine Wasserflasche leer, und machten uns dann auf den Weg zurück zum Bahnhof.

Diesmal war ich darauf vorbereitet, dass er mich vor dem Überqueren des Grabens einfach hochhob und über seine Schulter warf. Trotzdem quiekte ich albern auf, und zappelte mit gespieltem Protest.

Wieder war mein Rock ein Stückchen nach oben verrutscht, als er mich auf der anderen Seite des Grabens wieder herunterließ.

„Du wesst doch genau, dass mer kä bassende Kondome mehr gehomm!“, erklärte ich betont streng, als ich meinen Rock fast hektisch wieder nach unten schob. Max schien mich dabei schon wieder mit seinen begehrlichen Blicken – und nicht nur mit diesen – ausziehen zu wollen, so dass ich schleunigst ein paar Schritte Abstand zwischen uns brachte.

Ich musste ihn unbedingt ablenken und auf andere Gedanken bringen. So fragte ich ihn, ob er öfters mit dem Zug fahren würde, denn das war das erstbeste, das mir einfiel.

„Scho,“, sagte er, abr normalerweis andre Schdregga. Meischdns nach A. oder en ledschdr Zeid au beruflich nach H. En N. be i schbädeschdens em Herbschd widdr, do griag e a Freikardd fir d‘ N3T von meim Brötchengeb’r.“
„Zur N3T?“, hakte ich nach, von der hobich ah scho gehörd. Die könnd inderessand gewer.“

Wir unterhielten uns weiter, während wir weiter Hand in Hand in Richtung Bahnstation liefen.

Trotz des vergnüglichen Nachmittags lag mir doch sehr daran, bald wieder heimzukommen, also verzichtete ich darauf, nochmals meine Fingernägel in seiner Handfläche zum Einsatz zu bringen.

Inzwischen war 19 Uhr durch, und ich hatte bestimmt noch weit über hundert Kilometer vor mir.
So war ich nicht erfreut, als wir nach einigen Minuten sehen mussten, dass der Zug, mit dem wir angekommen waren, bereits Richtung Osten fuhr.

Doch Max beruhigte mich: „Des wird gwiaß no idd dr ledschde gwea sei. Dui fahrad ja laud Fahrblaah‘ äll halba Schdond. No koi Angschd, do kommad no a baar.“
Da nun wieder Zugverkehr herrschte, war Max der Weg über die Gleise zu riskant für uns. Deswegen nutzten wir die dafür vorgesehene Fußgängerunterführung.

„Gugg amole!“, meinte Max grinsend, und deutete auf die Wand der Unterführung. Irgendjemand mit unbestritten künstlerischer Begabung hatte da mit einigen wenigen Strichen eine Zeichnung an die Wand gemalt, die trotz ihrer Einfachheit zweifelsfrei erkennen ließ, dass sie die Futurama-Figuren Fry und Leela darstellen sollte. Dabei nahm Fry eindeutig Leela im Doggystyle, wobei sich zwischen ihnen ein bemerkenswert großer horizontaler Abstand befand, den Fry dennoch überbrückte.
„Des kommt mer irchendwie bekannd vor!“, kicherte ich, „und da is der Bender!“.

Mit einer schnellen Bewegung fasste ich Max en passant in den Schritt. Offenbar hatte ich ihn damit überrumpelt, denn er japste nach Luft, und ihm entfuhr ein überraschtes: „Urgh!“.
Seine weitere Reaktion hatte ich so in der Form nicht vorhergesehen, und da mir klar war, dass wir ja keine passenden Kondome mehr haben, hätte ich sie auch nicht absichtlich provoziert.

Jedenfalls drückte er mich ohne Vorwarnung gegen die Wand (ja, gerade an die gewisse Stelle zwischen Fry und Leela). Seine Arme waren plötzlich überall, und es fiel mir schwer, einen klaren Kopf zu behalten. Ich schloss die Augen, während Max eine Hand unter meinem Top, und die andere unter meinem Rock hatte. Seine Finger drangen bereits fordernd in mich ein, so dass mir fast der Atem stockte.

Ich weiß nicht, was passiert wäre, wenn nicht plötzlich zu hören gewesen wäre, dass jemand die Treppe herunterkommt. Abrupt ließ Max mich los, und ich rückte schnell meine Kleidung wieder zurecht, bevor wir weitergingen.

Wir waren noch auf den obersten Treppenstufen, als bereits eine Lautsprecherdurchsage zu vernehmen war, dass der nächste Zug in unsere Richtung bereits in wenigen Minuten einfahren würde.

Allerdings war unser Gepäck noch immer zwischen den Gleisen im Splitterschutzbunker – ein ganzes Stück von uns entfernt – aufbewahrt.
„Max, wie kommer denn jedz widder on unner Gebägg?“, fragte ich ihn.

Er schaute „unseren“ Bahnsteig entlang, und meinte: „So wias grad aussiahd, kemmr des erscht mol abhoka. Do schdandad viel z viel Leid aufam Bahnschdeig. Und schnell irgendwo a Feuerle zur Ablenkung macha, wia heut‘ mittag, isch glaub kei guter Plan.“

Er nun wieder! Während ich die Augen verdrehte, fuhr er fort: „Wart mer erscht mol ab, ob no so viel auf am Bahnschdeig los sich, wenn der Bommlzuag do hanna nausgfahra isch.“

Sein Plan war gut. Der Bahnsteig war, nachdem der aktuelle Zug abgefahren war, komplett leer.
So sah niemand, wie Max wieder um die Absperrung kletterte und unsere Sachen aus dem Bunker holte, während ich – unnötigerweise – Schmiere stand, wie er mich gebeten hatte.

„Wos wer denn dei Blan gewese, bann doch noch enner hier rumgeschdanne wer?“, fragte ich, als wir mit unserem Gepäck wieder wie zwei normale Reisende auf dem Bahnsteig standen.

„I han doch no da Müll von vorher eischdegga.“
Während Max den Müll wegwerfen ging, verstaute ich meine leere Wasserflasche wieder in meinem Gepäck.

Nachdem er vom Mülleimer zurückkam, meinte er: „Siehsch, ond wenn etz no meh los gwä wär, hädd i de da Müll wegschmeißa gschiggd, bloß am Mülloimr am andra Ende vom Bahnschdeig. Wenn da na no dei Röckle a weng höher naufzoge häddsch, häddad se älle bloß Dir nochguggd, ond i hädd onsr Zeug schnell holla kenna.“

Auch wenn der Plan vielleicht sogar funktioniert hätte, war ich froh, dass wir nicht auf ihn zurückgreifen mussten. Trotzdem gab das erst mal einen sanften Knuff in die Rippen für ihn, und ich verzog erst gespielt beleidigt, dann aber schmunzelnd das Gesicht. Er grinste nur breit, zog mich eng an sich heran, und küsste mich.

Die restliche Wartezeit, bis der Zug einfuhr, verbrachten wir im Wartehäuschen nebeneinander sitzend.
Ich hatte meine Sandalen abgestreift und mich quer auf den Sitz direkt an der Wand des Häuschens gesetzt, die Seitenwand somit als Lehne im Rücken. Meine Beine schlug ich über Max‘ Oberschenkel, so dass meine Füße auf dem Sitz neben ihm zu liegen kamen.

Max hatte sich ebenfalls zurückgelehnt. Er schloss die Augen und streichelte sanft meine Beine entlang. Zärtlich begann er, meine Waden zu kneten. Das war keine so gute Idee, denn an den Waden ist mir das irgendwie unangenehm. Ich zog also meine Beine leicht zurück, woraufhin er sich meinen Oberschenkeln zuwandte. Mir war klar, auf was das wieder hinauslaufen würde. Bevor ich jedoch noch überlegen konnte, ob ich mich trotzdem darauf einlassen wollte, fuhr bereits der Zug mit quietschenden Bremsen ein.

Wir gingen zusammen zu einer der Doppeltüren des Zuges. Als ich beim Öffnen meiner Tür Probleme hatte, da sie klemmte, half mir Max, und zog sie mir auf.

Schnell wuchtete ich mich samt meiner Tasche die steilen Stufen vor der Tür hinauf.
Max war direkt neben mir. Den Rucksack hatte er beim Einsteigen auf den Rücken genommen. Mit einer Hand hielt er sich an der Griffstange der Tür fest. Die andere Hand spürte ich unvermittelt wieder zwischen meinen Beinen. Hastig zog ich mich vollends nach oben in den Einstiegsbereich. Wir sollten wirklich erst einmal einen geeigneten Platz finden, bevor wir in dieser Hinsicht weitermachten.
Ich verpasste Max einen sanft-freundschaftlichen Stoß mit dem Ellenbogen in seine Rippen, um ihn zu etwas mehr Contenance zu ermahnen.
Fast hätte er das Gleichgewicht verloren, nur seine Standfestigkeit verhinderte dies. Ich drehte mich halb zu ihm um, und meinte herausfordernd grinsend:
„Suchemer uns doch erst ämal en bequeme Bladz, wu mer ungeschdörd sinn. Mir wolle ja den Resd der Fahrd ned nur zum Fensder nausgegugg, odder?“

Fortsetzung folgt.