Max stellt sich vor

Hallo! Ich bin Max aus dem Schoß der Kolch… äh, nein. (Obwohl mir das Lied gut gefällt.)

Natürlich ist Max nur ein PseudoNühm, wie auch Anne. Aber ich bin der männliche Protagonist dieser Geschichte, und ja, mich gibt es wirklich, wie ihr vielleicht schon anhand des einen oder anderen Kommentars unter den vorangegangenen Einträgen erahnen konntet. Ich hoffe, euch hat diese – unsere – Geschichte gefallen.
Der Untertitel dieses Blogs lautet Fi©ktive Kurzgeschichten, und so ist auch diese Geschichte eine frei erfundene Fi©ktion. Wie ihr vielleicht wisst, hat Anne schon die eine oder andere Geschichte hier veröffentlicht, die nicht völlig frei erfunden war, sondern auf verfremdeten und um zusätzliche Elemente ergänzten realen Ereignissen beruht. Die heutige Geschichte ist mehr als nur pure Fi©ktion – und doch hat sie nie, auch nicht so ähnlich, zwischen uns stattgefunden.

Sie ist vielleicht auch die längste Kurzgeschichte, die hier bislang gebloggt wurde. Mit der Option auf Fortsetzung, wenn Anne dazu Lust hat, und ihr mehr wollt. (Ihr könnt gern Kommentare hinterlassen, ob Ihr an Fortsetzungen mit unseren beiden Charakteren interessiert seid – und ob wir die Dialekt/Hochdeutsch-Fassungen so beibehalten sollen, oder lieber die Dialekte in die Mouseover-Texte legen sollen.)

Hier sind sich zwei Personen online – und nur online – begegnet, die festgestellt haben, dass ihre persönliche Geschichte vielleicht einen anderen Verlauf genommen hätte, wenn sie sich in ihrer Vergangenheit im realen Leben über den Weg gelaufen wären.

Konkret heißt das, dass ich heutzutage kein Interesse an Affären, Bettbeziehungen, „Freundschaft plus“, oder gar One-Night-Stands mehr habe, in meiner Vergangenheit aber durchaus für so etwas offen war (wobei die One-Night-Stands sich an zwei Fingern abzählen lassen – je nach Definition im Dezimal- oder Binärsystem), wenn es sich ergab – und Anne seit längerem mit ihrem Carsten glücklich, ja sogar seit einiger Zeit mit ihm verheiratet ist, während sie früher bezüglich ihrer Partner einen etwas (*hüstel*) unsteteren Lebenswandel führte.

Unsere Geschichte spielt daher in der Vergangenheit, so in etwa im Jahr 2008 (+/- 1 Jahr), als wir beide noch jünger waren, ich mir meine Hörner noch nicht ganz abgestoßen hatte, und Anne noch nichts von ihrem zukünftigen Glück mit Carsten ahnte. Wie gesagt, wir sind uns nie begegnet – aber wenn wir uns damals begegnet wären, dann hätte die Geschichte sich so zutragen können.

Was hat uns dazu gebracht, gemeinsam diese Geschichte zu verfassen?
Nun, wir hatten uns über meine schon länger erfolglose Partnersuche unterhalten, und als ich Anne meine Kontaktanzeige zu lesen gab, kam überraschenderweise keine Kritik. Eigentlich hatte ich ihr die Anzeige geschickt, weil ich eine weibliche Meinung dazu hören wollte, was darin so abschreckend wirkt, dass schon seit einem Jahr keine Reaktion darauf kam. Statt dessen meinte sie „Sehr sympathisch, dein Profil.“, „Du wärst [damals] ein heißer Kandidat für eine Affäre gewesen.“ und „Wenn wir uns im passenden Zeitfenster getroffen hätten, hätten wir uns bestimmt großartig verstanden.“. Normalerweise zitiere ich nicht aus privater Kommunikation, aber ich hoffe, in diesem Fall sei es mir verziehen. Hätte ich nicht gesessen, es hätte mich wirklich umgehauen. Ein größeres Kompliment hätte sie mir fast nicht machen können. (Ein „Heirate mich doch einfach und mach mich zur Mutter Deiner Kinder“ wäre aus Annes Mund auch alles andere als wahrscheinlich, nicht wahr?) Und ja, gewisse Körperregionen gerieten dadurch auch in Wallung.

Ich kann das Kompliment leider nicht uneingeschränkt erwidern, da es mir, wie euch allen, leider nie vergönnt war, Annes Gesicht unverfremdet zu sehen, und das Gesicht meiner Meinung nach einen nicht unwesentlichen Teil dazu beiträgt, ob man jemanden optisch anziehend (und somit insgesamt ausziehend) findet. Aber ich kann bestätigen, dass Anne und ich mental und emotional ziemlich genau auf einer Wellenlänge liegen, mit kleinen Varianzen natürlich. Ich möchte zum Beispiel noch Nachwuchs zeugen. Diesen Wunsch auf eine eventuelle beginnende Midlife-Crisis zu schieben, wie Anne es bei Carsten tat, wäre verfehlt, denn ich will es schon seit grob 15 Jahren und bin in etwa in Annes Alter.

Eine Binsenweisheit ist, dass zu gutem Sex ein gutes Kopfkino gehört – aber wenn in zwei Kopfkinos der gleiche Film läuft, entstehen solche Was-Wäre-Gewesen-Wenn-Geschichten wie diese hier.

Übrigens: Ursprünglich hatten wir das so geplant, dass das Ausformulieren der Story, das Ausschmücken mit all den signifi©kanten Details, und das Niederschreiben größtenteils Annes Werk werden sollte, während ich ihr genug über mich erzählen, und ausreichend Hintergrundinformationen liefern sollte, dass sie die Geschichte so real wie möglich gestalten könnte und wir beide uns darin wiederfinden. (Denn das hatte ich mir ausbedungen – wenn sie die Geschichte veröffentlicht, möchte ich einen Einfluss darauf haben, wie ich dargestellt werde, und nicht nur ein Statist und willenloser Sklave ihrer Fantasie sein. Nicht, dass irgendwann eine Leserin herausfindet, wer ich bin, mich stalkt, und dann ganz enttäuscht ist, dass ich überhaupt nicht so bin, wie in der Geschichte dargestellt. ;-)) Im Laufe der Zeit wurde aber mehr und mehr eine echte Gemeinschaftsproduktion daraus.

Ein paar Details mussten wir natürlich trotzdem ändern, um nicht leichtfertig unsere wahren Identitäten zu gefährden.
Gleichzeitig haben wir aber auch ein paar „Insider“ eingebaut, als Eastereggs für Leute, die ungefähr erahnen, wo unsere Geschichte spielt. Wenn Ihr weitere gemeinsame Geschichten von uns lesen wollt – wir haben noch einige Ostereier auf Lager.

NB: Sollten mir aus meiner Mitarbeit irgendwelche Urheberrechte an der Geschichte zustehen, so trete ich hiermit sämtliche Ansprüche daraus an Anne ab. Natürlich freue ich mich, wenn sie mir einen gerechten Anteil am Gewinn zukommen lässt, falls sie diese Geschichte irgendwann kommerziell veröffentlichen kann, aber es ist explizit keine Bedingung.

Es grüßt: Max, der andere AnoNühmus

Werbeanzeigen

7 Kommentare zu „Max stellt sich vor

  1. Vielen Dank, Max!
    Wir hatten viel Spaß bei unserem Teamwork.
    Vermutlich kann sich sonst kaum jemand vorstellen, welche nerdigen Diskussionen wir bei der Erstellung dieser Geschichte wegen teilweise nebensächlicher Details geführt haben.
    Ich hoffe, das wird nicht unser letztes gemeinsames Projekt bleiben.

    Gefällt mir

  2. Ursprünglich hatte ich ein kleines Vorwort geplant, das wir im Laufe des Projekts aber schon bald verworfern haben.
    Ich möchte es dennoch zumindest in Form eines Kommentars nachliefern:

    Die folgende Geschichte ist einem meiner geschätzten Stammleser gewidmet, der mir einige Inspiration für mein Kopfkino lieferte, und mit mir zusammen den Plot für die Geschichte entwickelte.
    Wir bemühten uns, die Rahmenhandlung so realistisch wie möglich zu konzipieren. So hätte es tatsächlich passieren können, auch wenn noch ein kräftiger Schuss dichterischer Freiheit dabei ist.
    Wer weiß, wenn wir uns damals tatsächlich begegnet wären, …

    Gefällt mir

Schreibe eine Antwort zu breakpoint AKA Anne Nühm Antwort abbrechen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s