The Conventional Exhibition

Endlich Kaffeepause!
Zwar waren die Vorträge dieser Tagung recht interessant, aber dennoch hatte sich der Nachmittag dahingeschleppt.
Vielleicht war ich die Treppe des Hörsaals etwas hastig hinaufgeeilt. Jedenfalls stolperte ich, und fiel genau gegen einen Mann, der eben aus den Sitzbänken herausgetreten war.

„Hoppla“, meinte er, und fing mich auf.
„Ups, sorry“, erwiderte ich, „ich hätte besser aufpassen sollen.“
In seinem Schritt fühlte ich eine harte Ausbeulung. Ihm musste das wohl auch bewusst gewesen sein, denn er griff grinsend in seine Hosentasche, zog sein Handy heraus, und erklärte: „Das ist nur mein Handy.“
„Schade“, lachte ich, zwinkerte ihm noch zu, und setzte dann meinen Weg nach oben fort.

Nach einigem Schlangestehen hatte ich endlich einen Kaffee und ein Stück Kuchen ergattert. Ich fand etwas abseits noch einen Sitzplatz, an dem ich in Ruhe essen und trinken konnte.

„Haben Sie die Ausstellung im Untergeschoss schon gesehen?“, ertönte unerwartet eine männliche Stimme von der Seite. Ich blickte hoch. Der Mann, mit dem ich zusammengestoßen war, war zu mir getreten.
„Nein. Ich wusste gar nicht, dass da eine Ausstellung ist.“
„Sie ist auch nicht groß. Trotzdem interessant. Kommen Sie, ich führe Sie hin.“
Mit meinem Kaffee und Kuchen war ich fertig. So suchte ich noch einen Platz, um das leere Kaffeegedeck abzustellen, und folgte ihm dann.

Wir liefen durch mehrere Gänge, dann eine Treppe hinunter, noch ein paar weitere Gänge. Schließlich kamen wir zu einigen Schaukästen, die mit unterschiedlichen Exponaten gefüllt waren.
Niemand sonst war hier zu sehen. Offenbar wusste kaum jemand von dieser Ausstellung.
Wir betrachteten die einzelnen Exponaten, mit denen er sich sehr gut auszukennen schien, denn er zeigte immer wieder auf ein anderes, und erzählte Einzelheiten dazu.

Als er erneut auf ein bestimmtes Ausstellungsstück deutete, streifte seine Hand zufällig meine Hüfte.
Ich schaute zu ihm hoch und lächelte.
Er zog mich plötzlich mit beiden Händen an sich. „Diesmal ist es nicht das Handy“, murmelte er, bevor er begann, meinen Hals zu küssen.
Er zog meine Bluse aus dem Rocksaum, und tastete sich nach oben vor. Dabei drängte er mich in eine Ecke des Raumes, die von einer Seite durch einen Schaukasten, und von einer anderen durch eine große Zimmerpflanze sichtgeschützt war.

Ich machte mich am Reißverschluss seiner Hose zu schaffen, öffnete dann auch seinen Gürtel und den Knopf.
Zusammen streiften wir seine Hosen nach unten. Ich musste meinen Rock nur etwas nach oben raffen.

Während ich an der Wand lehnte, stieß er zunehmend heftig in mich hinein. Ich schloss meine Augen, um mich nur dem Genuss an der sich ins Unermessliche steigernden Lust hinzugegeben.
Seine Stöße wurden noch stärker und schneller, und ich konnte mein Stöhnen nicht mehr unterdrücken.

Als ich zwischendurch meine Augen öffnete, traf mein Blick durch die Glasvitrine hindurch auf ein weiteres Augenpaar.
Ich muss unwillkürlich aufgehört haben, mein Becken zu schwingen, denn auch mein Lover hielt inne, und entdeckte den Zuschauer.
Dieser hatte sich bereits entblößt und stand sich reibend hinter der Vitrine.
Es erregte mich noch mehr, einen Zuschauer zu haben, und ich machte eine einladende Handbewegung. Tatsächlich kam er näher, während wir wieder unseren ursprünglichen Rhythmus aufgenommen hatten.

Nach einem besonders tiefen Stoß sackte mein Lover in sich zusammen, lehnte sich dann einen Augenblick an mich, bevor er sich zurückzog.

Ich sah zu unserem Zuschauer. Sein bestes Stück hatte ein beachtliches Format, das ich so gerne in mir gespürt hätte. In meinem Unterleib zog es gierig.
Also wandte ich mich lächelnd ihm zu. Er verstand auch sofort, und kam näher, um in mein Innerstes einzudringen.
Im ersten Moment nahm es mir den Atem, doch schnell fanden wir unseren eigenen, sich beschleunigenden Rhythmus.

Meine Erregung steigerte sich weiter. An der Wand lehnend, wand ich mich stöhnend. Ich war fast besinnungslos, als ich schließlich unausweichlich den Höhepunkt erreichte. Kurz danach kam es auch ihm.
Einen Moment lang noch blieben wir so stehen.

„Danke – das war toll“, meinte er schließlich, noch leicht atemlos.
„Gerne doch“, erwiderte ich, „mir hat’s auch Spaß gemacht.“

Ich steckte meine Bluse wieder in den Rockbund und zog meine halterlosen Strümpfe zurecht.
Schweigend liefen wir durch die Gänge zurück zum Hörsaal. Inzwischen war die Kaffeepause schon längst beendet. Sonst bin ja immer pünktlich. Diesmal nahm ich meinen Platz verspätet wieder ein.
Die beiden Männer, mit denen ich mich vergnügt hatte, sah ich später nur noch flüchtig.

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22 Kommentare zu „The Conventional Exhibition

  1. ich bin jetzt gerade nicht sicher, ob das eine männer- oder eine frauenphantasie sein könnte……ich glaube es passt je nach gefühlslage auf beides. in jedem fall anregend 🙂

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    1. Die Vorstellung, Sex unverbindlich und quasi anonym haben zu können, und ohne langen Vorlauf mit Smalltalk oder anderem Brimborium, finde ich äußerst erregend.

      In der Fantasie darf man das. In der Realität wird es dagegen schwierig.
      Insbesondere Kondome sind natürlich ein Sine-qua-non.

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  2. Na du, wieder eine aufregende erotische Geschichte von dir. Ich denke mal, du solltest öfters schreiben !!
    Die Geschichte ist sehr erotisch, was mir durchaus gefällt, besonders mit Fantasy. Übrigens deine Vorstellung teilen sicherlich einige Menschen, ich übrigens auch, klar nicht immer. Weil braucht ja auch Abwechslung……… ! Weil einfach mal sich geben oder nehmen können ist auch eine Form des Fallen-lassens.

    Also, weiter so, liebe Grüße

    HoM

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    1. Ach, du weißt ja selbst, dass man zum Schreiben die passende Inspiration und genügend ungestörte Zeit braucht.
      Das hab‘ ich nicht immer. Und ich will mich auch nicht wiederholen oder mich selbst kopieren.

      Ja, genau, Abwechslung ist doch äußerst reizvoll – selbst wenn es nur in der Fantasie ist.

      Gefällt 1 Person

      1. Ja, das weiß ich auch. Besonders passende Inspiration. Wobei meiner einer macht sich da so ein Kopfkino………. 🙂

        Und Abwechslung ist unbedingt von nöten mit besonders viel Fantasie !

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